Fragen an das Christentum

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Christian schreibt dazu:

Im Christentum gibt es keine Zahlenmagie, aber Zahlenbedeutungen. Au√üerdem ergeben sich gewisse Bedeutungen durch Kombination von Zahlen (Addition, Subtraktion, Multiplikation): 

1 – Der eine Gott

2 – die klassischen Antipoden, vor allem die Geschlechter.

3 – Die Dreieinigkeit

4 – Die Welt (vier Himmelsrichtungen)

6 – Das ist 7-1 (wenn man 1 abzieht, wird aus einer “guten” Zahl eine besonders schlechte): Unvollkommenheit, S√ľnde

7 РVollkommenheit bzw. Gott (vgl den siebenarmigen Leuchter, sieben Schöpfungstage etc)

10 – Israel bzw. das Judentum (weil 10 M√§nner notwendig sind f√ľr eine Versammlung in der Synagoge)

12 РIsrael bzw. das Reich Gottes (12 Stämme, 12 Apostel, 12 Tore des Himmlischen Jerusalems); 12 ist 4 * 3!

So zB deutet im Markusevangelium die Speisung der 5000 (5 Brote und 2 Fische; 5 * 2 ist 10) auf ein Wirken Jesu in Bezug auf das Judentum hin: Jesus ist der Messias der Juden.

Im gleichen Evangelium gibt es noch eine Speisung der Viertausend: Die Zahl, die die Vier der Himmelsrichtungen enth√§lt, deutet, dass die Viertausend alle Menschen auf der Welt repr√§sentieren. F√ľr sie hat Jesus sieben Brote, also die vollkommene Anzahl, das Ziel g√∂ttlichen Wirkens, denn Jesus ist der “Soter”, der Retter der ganzen Welt.
So kann man hinter den Zahlen und der unmittelbaren Textbedeutung noch eine verborgene Deutung finden, wenn man das will.

Fabian:
Die Zahl drei ist wohl etwas Besonderes, weil wir sie f√ľr die Dreifaltigkeit Gottes verstehen. Ansonsten messe ich Zahlen nicht eine spezielle Bedeutung bei.

Christian schreibt dazu:

Die Antwort findest du hier.

Fabian:
150

Reinhard: Der Tradition nach 3. Siehe auch hier.

Christian schreibt dazu:

Es gibt drei große Glaubensrichtungen mit vielen Untergruppen und außerdem weitere Abspaltungen.

Die großen Glaubensrichtungen sind:

  • Orthodoxe
  • Katholiken (ca. die H√§lfte aller Christen)
  • Evangelische / Protestanten

Eine genauere Auflistung findest du hier. Eine Zahl der Glaubensrichtungen zu nennen ist schwierig. Im Grunde fällt die Zahl der Glaubensrichtungen mit der Zahl der Christen zusammen, denn keiner glaubt exakt dasselbe wie ein anderer Gläubiger.

Reinhard: Noch eine Auflistung: hier

Reinhard:
Missbrauch von Religion finde ich immer schlecht, egal von wem …

Fabian:
Schlecht. Wir sehen das als Missbrauch. Andere sehen das wahrscheinlich ganz anders.

Reinhard:
Ganz kurz: Dass Gott die Liebe ist.

Christian:

Das Christentum ist kompromisslos positiv ausgerichtet.

Wenn es dir gut geht, kannst du das feiern und fröhlich sein.
Wenn es dir schlecht geht, können dir Glaube und Gemeinschaft weiterhelfen.
Wenn du Bockmist gebaut hast, kannst du umkehren und von vorn anfangen.
Selbst wenn du total das Opfer warst und kaputtgemacht wurdest, dann stehst du voll im Scheinwerferlicht der Seligpreisungen und kannst darauf vertrauen, dass dir Gott in diesem oder in jenem Leben Recht, Ausgleich und Frieden schafft.

Man kann das Coole, was ich im Christentum sehe, auch in diesem Gebet wiederfinden.

Fabian:
Ich bin ein Fan von Jesus.

Reinhard: Wenn es dazu dient, andere zu sch√ľtzen, als Akt der Liebe.

Christian: Besser als Reinhard es tut, kann man es nicht ausdr√ľcken.

Fabian:
Das ist schade, doch auch richtig. Es zeigt, dass wir Verantwortung f√ľr den anderen √ľbernehmen. Dass wir uns auch um den Anderen Sorgen. Auch wenn wir nicht zur Risikogruppe geh√∂ren, geht es darum, R√ľcksicht f√ľr die anderen zu √ľbernehmen. Wir k√∂nnten andere gef√§hrden, wenn wir einfach darauf bestehen. Und morgen ist dann vielleicht durch unsere Schuld jemand krank und stirbt, der uns sogar ganz nah sein kann. Eltern, Gro√üeltern, Geschwister, Freunde, die irgendeine Krankheit haben und deshalb zu den Risikogruppen geh√∂ren.

Reinhard:
Schwer zu sagen, die Gr√ľnde sind wahrscheinlich so vielf√§ltig wie das Leben.
Vielleicht, weil sie es nicht kapiert haben oder es ihnen egal ist, dass sie Kirche (zum Herrn Geh√∂rende) sind …

Fabian:
Zum einen gibt es Jene, die glauben, dass es das nicht mehr braucht. Dass wir Heute alles mit Wissenschaft erkl√§ren, erreichen k√∂nnen. Dann gibt es Jene, die kein Bed√ľrfnis nach Kirche / Glaube versp√ľren, weil es ihnen so gut geht. Sie werden vom s√ľ√üen Leben bei uns eingelullt. Dann gibt es auch die, die entt√§uscht oder frustriert sind, weil irgendetwas nicht so lief, wie sie sich das vorgestellt haben.

Reinhard: Ich kann nur eine Auswahl aus meiner eigenen Firmgruppe bieten: Weil ihnen Glaube oder Gott eigentlich eh egal ist, weil sie die Gottesdienste fad finden, weil ihre Freunde nicht dort sind, weil auch ihre Eltern kaum hingehen, weil Computerspielen, Fu√üball spielen und chillen viel cooler ist …

Fabian:
Tradition? Fest mit Geschenken? Vielleicht bedeutet ihnen der Glaube ja wirklich etwas, aber sie kommen vor lauter anderem gar nicht auf die Idee, in die Kirche zu gehen. Vielleicht sind sie einfach zu bequem. Zu bequem auf zu stehen daf√ľr? Vielleicht finden sie, dass in der Kirche zu wenig an Unterhaltung geboten wird?

Bei welcher Konfession?

Reinhard:
F√ľr die Katholiken siehe z. B. hier.
Willst du √ľben? Dann: hier.

Fabian:
Einzug der Zelebranten
Gewissens Erforschung und bitte um Vergebung f√ľr die eigenen Verfehlungen
Lesungen aus der heiligen Schrift
Auslegung / Erklärung / Predigt
F√ľrbitten (was ersehnen wir uns f√ľr uns und f√ľr Andere von Gott)
Gabenbereitung mit Eucharistie Feier (Wandlung von Brot und Wein) und Empfang des Leib Christi.
Mitteilungen
Segen

Reinhard: F√ľr Katholiken siehe hier.

Fabian:
Anstelle der Predigt wird oft etwas aus dem Leben des Verstobenen berichtet.
Nach dem Gottesdienst geht man zum Grab und spricht dort och einen Segen.
Die Anwesenden können sich vom Verstorbenen verabschieden, oft mit etwas Erde auf den Sarg streuen und Beileids-Bekundung den nächsten Angehörigen.

Christian:

Bei den Evangelischen hat jede Landeskirche einen etwas anderen Ritus. Meine (die pf√§lzische) beantwortet all diese Fragen in dieser Brosch√ľre.

Reinhard:
Ja, weil ich es in unseren bunter werdenden Gesellschaften nötiger denn je finde, dass wir kompetent im Umgang mit religiösen Ausdrucks- und Lebensweisen werden.
Sonst sind wir nur noch vorurteils- oder social media-gesteuert.

Fabian:
Das Problem beginnt nicht damit, dass sie nicht mehr zum Religionsunterricht gehen, sondern damit, dass die Grundlage zu Hause nicht mehr gelegt wird. Wenn der Glaube zu Hause nicht vorgelebt wird. Glaube sollte das Handeln des Gläubigen Beeinflussen.

Reinhard: Kommt f√ľr mich auf den Kontext an: In welcher Gesellschaft? Wo?

Fabian:
Ich finde es schade, wenn es verboten wird, genauso wie es schlecht ist, wenn es befohlen wird.

Christian schreibt dazu:

Weil (aus christlicher Sicht) Jesus “der Eckstein ist, den die (j√ľdischen) Bauleute verworfen haben

Jesus f√ľhrte ein neues Paradigma ein: “Glauben”, “Vertrauen”. Glaube ist wie eine Wette mit Gott als Sicherheit. Man wettet auf mehr Menschlichkeit, mehr Freude und am Ende auf das Ewige Leben. Jesus hat das auch getan. Und scheiterte am Kreuz. Aber dann kam die Auferstehung.
Die Christen setzen darauf, dass ihre W√ľnsche (sofern sie den Ma√üst√§ben Gottes nicht widersprechen) wahr werden (k√∂nnen). Eigentlich m√ľssten Christen ziemlich risikofreudig sein.

Im Judentum wird letztlich nicht geglaubt. Das Judentum ist eine Lebensweise, kein Glaube. Stattdessen man hält sich an die Thora, das Gesetz Gottes. Man verhält sich insgesamt viel konservativer als die Christen und bleibt eher auf dem Teppich der Realität.

Reinhard:
Kurz gesagt, weil Juden Jesus nicht als ihren Messias (=Christus) anerkennen.

Fabian:
Zum einen, weil nicht alle Juden Jesus als den Erl√∂ser anerkennen und zum Andern, weil die Apostel die Frohe Botschaft von Jesus auch Nicht-Juden verk√ľndet haben und so auch Nicht-Juden zum Glauben an Jesus als Erl√∂ser kamen.

Reinhard:
Die ersten Christen waren Juden (wie Jesus). Da die Mehrheit der Juden Jesus nicht als ihren Messias (=Christus) anerkannten und das entstehende Christentum sich immer mehr auch im r√∂misch-griechischen Kulturkreis ausbreitete ohne zu verlangen, dass die Getauften auch j√ľdisch leben m√ľssen, setzte eine Auseinanderentwicklung ein.

Fabian:
Zum einen wegen dem, was in der Vorherigen Antwort steht und weil es Staatsreligion der Römer wurde.

Reinhard:
Dass es ihn als historische Person gab, ist ziemlich unumstritten.
Was er f√ľr dich pers√∂nlich bedeutet, ist nur im Glauben zu erfassen.
Als blo√ües G’schichterl w√§re die Verk√ľndigung eines Gekreuzigten und Auferstandenen v. a. in der Antike eine ziemlich doofe Idee gewesen. Also, wirklich kein Erfolgsrezept.

Fabian:
Ich glaube fest daran, dass Jesus wirklich gelebt hat und Gottes Sohn war.

Reinhard:
Zur Umkehr und Ein√ľbung zu und von dem, was wirklich wichtig ist: Frei nach Jesus: Liebe Gott und deinen N√§chsten wie dich selbst.

Fabian:
Die Fastenzeiten sind immer eine Vorbereitung auf etwas das kommt. Die Fastenzeit vor Ostern soll uns auf Ostern vorbereiten, wie sich Jesus mit seinem 40 t√§gigen Fasten in der W√ľste auf die Zeit vorbereitete, als er begann, das reich Gottes (die frohe Botschaft) zu verk√ľndigen. Der Advent soll unsere Vorbereitung auf die Geburt Jesu sein. Und ist vom urspr√ľnglichen Gedanken her ebenfalls eine Fastenzeit und nicht eine Zeit des Konsums.

Reinhard:
Manche Katholiken w√ľrden sagen: Weil Jesus nur M√§nner zu Aposteln berufen hat. Andere sehen solche (zu) einfache Antworten kritisch. Derzeit ist gerade auch im deutschsprachigen Raum eine Diskussion dar√ľber im Gange.

Fabian:
Weil eine gewisse ¬ęElite¬Ľ Angst hat, Macht zu verlieren.

Reinhard:
Die röm. kath. Kirche sieht die Abendmahlsgemeinschaft als Ergebnis und Endziel einer versöhnten Kircheneinheit, andere Christen sehen sie als Weg dorthin.

Fabian:
Hier geht es zum einen sicher um ein völlig anderes Verständnis, was das Abendmahl / die Eucharistie ist. (vor allem kath. / ref.; kath. / luth. Sind sich da näher), zum andern geht es vielleicht wiederum um Macht.

Reinhard:
Ja, ist ja auch logisch, wenn er jemanden im Glauben begleiten soll, dass er oder sie sich selbst f√ľr den Glauben entschieden hat.

Reinhard: nein

Reinhard:
Sorry, ich war nicht dabei. Wir können nur die Auseinanderentwicklung feststellen. Wahrscheinlich beruhte der Spaltungs-Prozess auf einer gegenseitigen Entfremdung.
Es kommt leider aus vielen Gr√ľnden zu Streit und Auseinandersetzungen: Sogar wegen Pizza und Pasta … Ich finde nicht, dass Religion da besonders hervorsticht, w√ľnsche mir aber, dass die Religionen zum Frieden in der Welt beitragen.

Fabian:
Das Christentum hatte neue Ideen. Deshalb wurden sie verfolgt. Später haben sie es mit anderen aus demselben Grund auch gemacht.

Fabian:
Sie haben es ausgehalten. Sie sind geflohen oder gestorben. Sie haben sich nicht zur Wehr gesetzt. Erst Jahrhunderte später hat sich das geändert.

Reinhard:
Zum 1. Teil der Frage: F√ľr mich als gl√§ubigen Menschen: Ja! (Wobei wir “geben” nicht in dem Sinn verstehen d√ľrfen, wie es meinen PC “gibt”).
Der Personbegriff hat sich im Laufe der Geschichte radikal in seiner Bedeutung verändert. Wenn du damit meinst, dass Christen glauben, dass uns in Jesus Christus Gott erfahrbar nahekommt (das wäre dann eher das heutige Personverständnis), könnte man eventuell so formulieren, in der antiken Bedeutung, die wir auch im Glaubensbekenntnis vorfinden (persona war die Maske, die Schauspieler wechselweise aufsetzten), könnte man den Begriff so sicher nicht verwenden.
Also, h√∂chst missverst√§ndlich …

Fabian:
JA

Reinhard:
Kirche hei√üt √ľbersetzt “die zum Herrn Geh√∂renden”, also die Gemeinschaft der Gl√§ubigen. Gemeinschaft muss aber auch geschehen und ist nicht nur im Kopf …

Fabian:
Man kann an Gott glauben und nicht in die Kirche gehen. Zum einen kann ein Zusammengeh√∂rigkeitsgef√ľhl nur dann entstehen, wenn man sich auch trifft und kennenlernt, wenn man Zeit miteinander verbringt. Das gilt gegen√ľber den Menschen sowie gegen√ľber Gott. Wenn ich in die Kirche gehe, verbringe ich Zeit mit Gott. Zudem h√∂re ich seine Botschaft und verinnerliche diese und ich tue das was uns Jesus aufgetragen hat. Zusammen zu kommen, an ihn denken und gemeinsam zu seinem Gedenken Mahl halten.

Reinhard: Keine Ahnung!

Fabian: zu lange

Reinhard: Keine Ahnung!

Fabian: Viel zu lange! Und wenn wir nicht st√§ndig daf√ľr arbeiten, noch viel l√§nger.

Reinhard
Es gibt einen guten, liebenden Gott, der sich den Menschen zuwendet. Christ*innen glauben, dass er das in besonderer Weise in Jesus von Nazareth getan hat.

Fabian:
Liebe

Reinhard:
Christ*innen glauben an einen Gott (Monotheismus).
Heilig bedeutet in etwa: vom Normalen, Gewöhnlichen abgesondert.
Der Heilige schlechthin ist Gott.
In urchristlicher Zeit wurden alle Christ*innen als Heilige bezeichnet.
Die Bedeutung wandelte sich dann zu besonders vorbildhaften Personen hin.

Fabian:
Götter und Heilige haben nichts gemeinsames. Es gibt nur einen Gott. Den Schöpfer des Himmels und der Erde und allem Leben. Heilige stellen nicht sich in den Mittelpunkt, sondern Gott. Heilige sollen uns Vorbilder sein. Vielleicht nicht mit all ihrem Handeln. Vielleicht nur in einem ganz speziellen Punkt. Sie sind nicht ohne Fehler! Vielleicht eröffnen sie uns durch ihr Leben, ihre Taten, ihre Erlebnisse, ihre Herkunft einen speziellen Zugang. So können sie auch Mittler sein.

Reinhard:
Beten hei√üt kommunizieren mit Gott. Da man mit Gott √ľber alles reden kann, kann auch √ľber alles gebetet werden. Das klassische christliche Gebet ist das “Vater Unser”.

Fabian:
Über alles was einem bewegt. Ein Gebet ist ein Gespräch mit Gott. Man kann Gott danken, loben, mit ihm streiten, ihm böse sein, ihn nicht verstehen, um etwas bitten, ihm erzählen, was einem gefällt, was einem nicht gefällt, wenn man nicht einverstanden ist, wenn man einverstanden ist und und und. Leider beten wir oft sehr einseitig. Nur wenn wir etwas wollen oder nicht einverstanden sind.

Reinhard:
Christ*innen hoffen aufgrund der Auferweckung Jesu vom Tode, dass auch sie auferweckt werden und dass Gott sie ganz in die Gemeinschaft mit ihm hineinnehmen wird (andere Worte daf√ľr: Himmel, ewiges Leben, Leben nach dem Tod, ewige Seligkeit, Leben in F√ľlle).

Fabian:
Als Christen sollten sie daran glauben, dass sie, durch Gottes Gnade und das, was Christus f√ľr uns getan hat, vereint mit unserem Sch√∂pfer, mit unserm Vater, vereint werden,

Reinhard:
Siehe z. B. hier.

Fabian:
Die Historische Entwicklung des Christentums ist eine sehr kontroverse. Sie zeigt auch die Abgr√ľnde auf, wie Menschen Ideen, welche f√ľr alle gut sein sollten, f√ľr ihre eigenen Interessen missbrauchen.

Reinhard:
Jesus antwortete auf eine √§hnliche Frage: “Liebe Gott und deinen N√§chsten wie dich selbst!”

Fabian:
Jesus sagte: ¬ęLiebe Gott mitganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit aller Kraft (also mit allem was du hast). Liebe deinen N√§chsten wie Dich selbst (du musst also auch dich selbst lieben und die anderen genauso).¬Ľ Darin fassen sich alle Gebote und Verbote zusammen. Wenn Du Gott liebst, Dich selbst liebst und alle andern genau gleich, wirst du den andern auch nicht weh tun. Das schliesst auch die ganze Sch√∂pfung, zu der Wir auch geh√∂ren, mit ein. Wenn du jemanden liebst, gehst du auch mit dem, was er gemacht hat und ihm wichtig ist, sorgsam um.

Reinhard:
Die wichtigsten Feste im Christentum sind Ostern (Auferstehung Jesu) und Weihnachten (Geburt Jesu).
Das katholisch gepr√§gte √Ėsterreich ist, glaube ich, Weltmeister in religi√∂s begr√ľndeten Feiertagen. Siehe hier.

Fabian: katholisch:

  • Beginnen wir mit dem Advent: Vorbereitung auf die Geburt Jesus. Und damit eine Zeit der inneren Einkehr und des Fastens und nicht des Konsums.
  • Weihnacht: Die Menschwerdung Gottes. Gott ist zu uns gekommen und hat sich selbst ganz klein und hilflos gemacht.
  • Drei K√∂nige, geh√∂rt zu Weihnacht. Zeigt uns wiederum, dass Gott nicht so handelt, wie wir es erwarten. Die Weisen fanden Jesus nicht im Palast unter den Reichen sondern unter den Armen.
  • Die Taufe Jesu (Taufe des Herrn). Wird wohl nicht von Vielen gekannt.
  • Die Fastenzeit. Angelehnt an das Fasten Jesus bevor er sein Wirken begann. Sie soll uns auf Ostern vorbereiten.
  • Palmsonntag. Gefeierter Einzug Jesu in Jerusalem.
  • Gr√ľndonnerstag (Hoher Donnerstag). Tag des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Anh√§ngern und Einsetzung der Eucharistie.
  • Karfreitag. Verhaftung, Leiden und Tod Jesu
  • Ostern. Auferstehung. Jesus besiegt den Tod.
  • Weisser Sonntag. Erstkommunion. In alter Tradition wurde an Ostern getauft. Dann trugen die T√§uflinge eine Woche lang das weisse Taufkleid und erhielten am darauffolgenden Sonntag ihre erste Kommunion.
  • Christ Himmelfahrt (Auffahrt). Jesus wird mit ganzem Leib in den Himmel aufgenommen.
  • Pfingsten. Neun Tage nach Christi Himmelfahrt kommt der Hl. Geist auf die J√ľnger Jesu nieder und sie bekommen Mut, das Evangelium zu verk√ľnden. In diesen dazwischen liegenden neun Tagen haben sie sich eingeschlossen und gebetet. Daher kommt die Tradition der Novene (des neun t√§gigen Gebets)
  • Dreifaltigkeitssonntag. Ein Gott, drei Gestalten. (Wie ein Kleeblatt)
  • Fronleichnahm. Fest der Eucharistie. Fest des Blutes und des Leibes Jesu, die er f√ľr uns geopfert hat.
  • Maria Himmelfahrt. Marias Aufnahme in den Himmel.
  • Erntedank. Wir danken Gott f√ľr das, was er uns gibt.
  • Sch√∂pfungsZeit. Beginnt am 1. September und endet am 4. Oktober (Gedenktag von Franz von Assisi)
  • 7. Oktober. Rosenkranzfest.
  • Allerheiligen. Dieser Tag ist allen heiligen gewidmet. Also allen, die nun bei Gott sind.
  • Aller Seelen. Dieser Tag ist allen Verstorbenen gewidmet.
  • Christk√∂nig. Christus als Ganzes.

Reinhard:
Auch Homosexuelle sind geliebte Kinder Gottes.
Die katholische Kirche verlangt von Homosexuellen in Beziehungen, dass sie sexuell enthaltsam leben. Andere Kirchen tun das nicht.

Fabian:
Sehr schwierig. Auf der einen Seit steht das Gebot, dass man alle lieben und so annehmen soll wie sie sind, auf der anderen Seite Gottes Plan, der durch Gleichgeschlechtlichkeit keine Fortpflanzung vorsieht. Da sich Jesus schlussendlich immer f√ľr die Verfolgten eingesetzt hat, w√ľrde ich sagen, annehmen. Wir sind nicht die Richter √ľber richtig und falsch (Mt 7,1). Gott hat auch die Homosexuellen mit ihren Gef√ľhlen erschaffen.

Reinhard:
Nein. Jeder Mensch ist auf Dauer (auch √ľber die Begrenzung des Todes hinaus) einzigartig von Gott geschaffen.

Durch die Taufe bin ich bereits zusammen mit Christus wieder geboren. Es kommt keine weitere Wiedergeburt. Blo√ü eine Erf√ľllung.

Reinhard:
Das ist alles sehr kompliziert – siehe z. B. hier

Fabian:
Als gemeinsames Fundament haben wir alle die Bibel. Die Unterschiede beginnen jedoch auch bereits mit der Bibel. N√§mlich, wie ist das zu verstehen, was in der Bibel steht. Dazu kommen Traditionen und kulturelle Einfl√ľsse. Es gibt ja nicht nur Katholiken, Lutheraner und Reformierte. Es gibt auch Orthodoxe, Kopten, Freikirchen und andere. Ganz nach den kulturellen und geschichtlichen Einfl√ľssen der Regionen, wo sie vorkommen. Die Unterschiede, das unterschiedliche Verst√§ndnis, kann extrem sein.


Reinhard:
Gott ist ein Gott, der f√ľr uns da ist (JHWH), was sich auch besonders in und durch Jesus Christus zeigt. Er liebt uns, l√§dt uns in die Gemeinschaft mit ihm und den anderen Gl√§ubigen ein und will unser Heil.

Fabian:
Gott hat alles erschaffen und er liebt einen Jeden von uns wie er ist.

Reinhard:
Das Bekenntnis der Christ*innen ist, dass Jesus in einem besonderen Verh√§ltnis zum Vater steht. Und dann kommt auch noch der Heilige Geist dazu …
Wirklich verstehen k√∂nnen wir das nicht, da es sich um ein unergr√ľndliches Geheimnis, das Gott nun mal ist und bleibt, handelt. Aber dennoch meinen Christ*innen, so von Gott reden zu m√ľssen, einfach, weil er sich so gezeigt hat und zeigt.
Ich verlinke 2 Seiten, die versuchen, das möglichst einfach zu erklären: hier und hier.

Fabian:
Sowohl als auch. Das ist mit unserm kleinen Verstand schwer zu verstehen. In einem Sohn lebt immer auch etwas vom Vater. Sei es durch die DNA, durch das Temperament, durch Ansichten, durch Marotten, durch eine starke emotionale Bindung‚Ķ Jesus hatte eine sehr starke geistige Verbindung mit Gott. Er war im Geist eins mit Gott. Jesus f√ľhlte jedoch auch wie ein Mensch. Und hatte so auch Angst wie ein Mensch. Wenn andere in der Bibel Wunder tun, berufen sie sich auf Gott. Sie tun die Wunder im Namen Gottes. Jesus befiehlt direkt und es geschieht.

Reinhard:
Nein: Jesus sagt: Liebt eure Feinde und betet f√ľr die, die euch verfolgen.

Fabian:
NEIN!

Reinhard:
Fangen wir mit dem Himmel an, weil er weit wichtiger ist: Himmel ist eine Umschreibung der vollendeten Gemeinschaft mit Gott. H√∂lle das Gegenteil – weil der Mensch hat ja einen freien Willen, also kann er Beziehung auch ablehnen. Meine Hoffnung ist, dass sich niemand endg√ľltig der Liebe Gottes verweigert, also, dass bildlich gesprochen, die H√∂lle m√∂glichst leer ist.
Katholiken reden dann noch vom Purgatorium/Fegefeuer, das meint, dass wir auch als noch unvollkommen Liebende bei Gott willkommen sind und wir in der Begegnung mit dem liebenden Gott geheilt und gereinigt werden und nachreifen d√ľrfen (und wohl auch m√ľssen).

Fabian:
Ja

Reinhard:
Weil √Ėsterreich seit vielen Jahrhunderten ein christlich gepr√§gtes Land ist. Siehe z. B. hier.

Fabian:
√Ėsterreich war Teil des R√∂mischen Reichs. Dadurch, dass das Christentum Staatsreligion des r√∂mischen Reichs wurde, wurde auch in √Ėsterreich missioniert und die anderen Religionen zur√ľckgedr√§ngt und ausgerottet. Sp√§ter haben die √Ėsterreicher die T√ľrken, die Wien und ganz Europa angreifen wollten, besiegt. H√§tten sie das nicht geschafft, w√§ren wir jetzt vielleicht muslimisch.

Reinhard: Aus der Bibel.

Fabian:
Gott hat sich immer wieder verschiedenen Personen bemerkbar gemacht. Sei es durch Tr√§ume, Visionen oder Boten (Engel). Diese Begebenheiten wurden dann von einer Generation der n√§chsten erz√§hlt. Bis sie eines Tages aufgeschrieben wurden. So entstand das alte (erste) Testament. Mit dem neuen Testament ist es √§hnlich. Jesus hat die Botschaft vom Reich Gottes verk√ľndet. Dann gab es einige, die ihm glaubten und ihm nachfolgten und zuh√∂rten. Nach seinem Tod verschwanden die Meisten. Sie hatten Angst und alle ihre Hoffnungen waren gestorben. Doch als er von den Toten auferstand, erkannten sie die wahre Gr√∂sse des Ganzen. Sie begannen, allen die Geschichten und Lehren von Jesus zu erz√§hlen. Wie diese Augenzeugen starben, begann man diese Erz√§hlungen aufzuschreiben. So entstanden die Evangelien. Und wie jeder eine Geschichte etwas anders erz√§hlt, sind auch die Evangelien jedes etwas anders und ergeben so ein Ganzes.

Reinhard:
Nein, Jesus hatte, wie alle Leute in der Antike, keinen Nachnamen. Deswegen wurde er ja Jesus aus Nazareth genannt. Jeschua bedeutet: JHWH rettet.

Fabian:
Zur Zeit Jesu hatte man noch nicht so Nachnamen wie wir heute, Am ehesten hatten das die Reichen. Die, die herrschten. Ansonsten bezog man sich eher auf die Herkunft oder den Vater. Also, das ist der Sohn des ‚Ķ. Oder wie bei Jesus eben von wo er kam. Jesus lebte vor seinem √∂ffentlichen Auftreten in Nazaret. Deshalb wird er auch Jesus von Nazaret genannt. Im neuen Testament werden die Christen von ihren Gegnern oder auch im Koran Nazarener genannt. Jesus ist die lateinische Form vom hebr√§ischen Namen Jehoschua, der bedeutet, ¬ęGott rettet¬Ľ.

Reinhard:
Wissenschaftler meinen: 4-7 v. Chr. bis 30 oder 33 n. Chr.

Fabian:
Jesus ist etwa zwischen 7 und 4 vor Christus (unserer Zeitrechnung) geboren und etwa 30 oder 31 nach Christus gestorben.

Reinhard:
Man kann annehmen, dass Jesus wie alle j√ľdischen Jungen zumindest soviel lernte, dass er als Erwachsener aus der Tora vorlesen konnte. (Davon steht im Lukasevangelium …). Au√üerdem deutet die Szene vom 12j√§hrigen Jesus im Tempel darauf hin, dass er mit Gelehrten zusammenkam (eventuell in der Synagoge oder einer Toraschule?). Eine Schule im heutigen Sinn gab es damals nicht.

Fabian:
Sein Ziehvater Joseph war Handwerker. Da hat er sicher dieses Handwerk gelernt. Er hat mit Sicherheit auch vielen Gelehrten gespannt zugehört. Und von ihnen gelernt.

Reinhard:
Das kann man mit an Gewissheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließen. Im ganzen NT wird nichts davon erwähnt. Und außerdem wären etwaige Nachkommen und Erben Jesu nach seiner Auferstehung sicher aufgefallen.

Fabian:
Ich glaube nicht.

Reinhard
Maria hatte keinen Familiennamen – siehe Jesus.

Fabian:
Wahrscheinlich hatte sie keinen. Familiennamen war etwas, das damals wenn √ľberhaupt nur die Reichen und M√§chtigen hatten.

Reinhard:
Wenn schon: Der Heilige Geist. Jesus war Jude und wollte sicher keine neue Religion gr√ľnden.

Fabian:
Wenn man davon ausgeht, dass das Christentum, die Lehren und das Handeln von Jesus Christus zur Grundlage haben, m√ľsste man sagen Jesus Christus.

Reinhard:
Das ist eine schwierige Frage: Der Satan (als Funktionsbezeichnung) bzw. Satan (als Name) kommt in der Bibel gar nicht so oft vor, wie wir aus unserer Kulturgeschichte heraus glauben. Viele g√§ngige Vorstellungen kommen aus au√üerbiblischen Schriften. Ist er zun√§chst ein “Durcheinanderbringer”, “St√∂rer”, “Hinderer” oder “Ankl√§ger” durchaus auch am himmlischen Hof Gottes und im Dienste Gottes, so wurde er in apokalyptischen j√ľdischen Str√∂mungen sp√§testens rund um die Zeitenwende immer mehr als eigenst√§ndige Person gedacht (als Prinzip/Personifizierung des B√∂sen) und als Verf√ľhrer zum B√∂sen gesehen und fast dualistisch (2 M√§chte, die sich gegenseitig bek√§mpfen) gedacht. So wurde er immer mehr zum Gegenspieler (der nat√ľrlich letztlich verliert) Gottes. Das widerspricht total der monotheistischen j√ľdischen Tradition. Es gibt nur eine Macht, einen Sch√∂pfer, einen Gott. Und alles andere ist geschaffen.
Im NT wird deutlich: Die Macht des Bösen ist durch Jesu Tod und Auferstehung gebrochen. Christus ist Sieger. Leider kamen im Laufe der Kirchengeschichte immer wieder dualistische Vorstellungen auf.
Einen guten Vortrag zum Thema findet ihr hier.

Fabian:
Satan heißt Widersacher / Feind. Der Satan ist also der, der uns von Gott trennen will. Der, der unsere Beziehung zu Gott kaputt machen will.

Reinhard: Weil andere glaubw√ľrdig von ihm erz√§hlt haben, weil man selbst Gotteserfahrungen gemacht hat, weil wir die Sch√∂nheit der Sch√∂pfung betrachten und staunend erahnen, dass in dieser tollen Ordnung Sinn stecken k√∂nnte, weil wir Menschen Hoffnung haben und brauchen, weil man es aus philosophischen √úberlegungen heraus f√ľr sehr vern√ľnftig h√§lt, weil wir draufkommen, dass wir als “Krone der Sch√∂pfung” auch halbwegs armselig sind, …

Reinhard:
Nachdem die arabische Wurzel Al und die hebräische Wurzel El (z. B. Elohim) das Gleiche meinen, nämlich Gott (auch christliche Araber beten zu Allah), eindeutig ja.
Allerdings ist Jesus im Christentum noch weit mehr als nur einer der Propheten (z. B. Johannesevangelium: Das menschgewordene Wort Gottes).

Fabian:
Ja! Denn Allah ist arabisch und heisst auf deutsch √ľbersetzt Gott. Der Gott der Muslimen und der Gott der Juden und der Gott der Christen ist der Selbe.

Reinhard:
Gott bleibt immer ein Geheimnis und es kann nat√ľrlich immer nur zu kurz greifen, ein irdisches Wort wie “Gestalt” auf ihn anzuwenden. Salopp w√ľrde ich sagen, Gottes Wesen und Gestalt ist die Liebe – ganz konkret erfahrbar in Jesus Christus.

Fabian:
Eine Gestalt wie wir das verstehen, hatte er wohl nur in Jesus.

Reinhard:
Wissen wir nicht. Im Johannesevangelium steht von einem J√ľnger, den Jesus liebte, der in der Tradition oft mit Johannes identifiziert wird.

Fabian:
Jesus hatte sicher viele gute Freunde. Jesus liebte grunds√§tzlich alle Menschen. Aus der Bibel wissen wir, dass Lazarus ein Freund Jesu war. Im Johannes Evangelium wird Johannes auch damit bezeichnet ¬ęals den J√ľnger, den Jesus liebte¬Ľ. Und doch hat er zu Simon Petrus gesagt ¬ędu bist der Fels auf den ich meine Kirche baue¬Ľ. Gerade Simon Petrus, der immer wieder versagte. Der so viele Fehler hatte. Er hat sich wohl nicht einen besten Freund auserkoren.

Reinhard:
Im Herzen sicher ;-)
Jesus gehörte als Bauhandwerker zur Unterschicht, war in diesem Sinne also kein Intelektueller.

Fabian:
Jesus Worte zeigten ein grosses Verständnis. Er erkannte, wenn einer ihm schlecht wollte. Er wusste mit den Schriftgelehrten und Hohen Priestern umzugehen und hat ihnen die Stirn geboten und sie nur mit seinen Worten in die Schranken gewiesen. Jesus war sehr gebildet und weise.

Reinhard: Nein, er gehörte als Bauhandwerker zur Unterschicht.

Fabian:
Jesus Christus gehörte nicht zu der Elite. Also nicht zu den Reichen. Er lehnte es auch ab, reich zu sein, weil er sah, dass der Reichtum wie wir ihn verstehen, als viel Geld, die Leute oftmals verdirbt und sie nur noch an ihren Reichtum und daran, wie sie ihn vermehren können, denken. Der Reichtum, den Jesus hatte, war kein materieller. Es war ein spiritueller Reichtum.

Reinhard:
Geboren werden Menschen. Von der Geburt eines Engels steht nirgends etwas in der Bibel. Klar ist: Sie gehören zum Geschaffenen. Zum Teufel siehe oben unter Satan.

Fabian:
Die Engel wurden von Gott erschaffen wie er auch die Erde erschaffen hat. Der Teufel war urspr√ľnglich ein Engel. Ein Engel, der hochm√ľtig wurde.